Personensuchmaschinen


Immer mehr Personensuchmaschinen horten Personendaten aus öffentlichen Quellen. Nicht nur, dass hier gegen das Urheberrecht verstoßen wird, leider sind das auch noch zum Großteil veraltete und falsche Angaben. Ich habe die Personensuchdienste angeschrieben und habe teilweise sehr abenteuerliche Argumente bekommen.

Urheberrechtsverletzung

Sie scannen öffentlich zugängliche Seiten und kopieren ohne Rücksicht auf das Urheberrecht des eigentlichen Urhebers alles zusammen. Bilder, Zeichnungen, Texte, Werdegang. Die Informationen mögen zwar öffentlich zugänglich sein, aber wie war das noch einmal, wenn ich ein Bild mache, dann sind die Urheberrechte nach § 51 und § 52 UrhGKeine Zugangsberechtigung bei mir. Scheint hier völlig ignoriert zu werden.

Veraltete Informationen

Nicht nur, dass die Informationen aus verschiedenen Quellen kopiert werden, sie sind zudem auch noch zum Teil veraltet. Zwar argumentiert das Service-Team der Personensuchmaschinen vebidoo.de wie folgt: "Vebidoo.de zeigt nur Inhalte an, die im Internet frei zugänglich sind. Vebidoo ist nicht für die Inhalte anderer Webseiten verantwortlich und kann diese auch nicht verändern." (E-Mail vom 24.03.2013) Das Passfoto welches auf vebidoo.de zu sehen ist, ist allerdings bereits über ein Jahr alt! Auf XING ist bereits seit über einem Jahr ein aktuelles Foto von mir zu sehen. Das kann nur bedeuten, dass vebidoo.de die Daten auch speichert und auch alte Informationen zweigt. Das gleich gilt für radaris.de dort sind Teile meins XING-Profils zu sehen, die heute auch nicht mehr aktuell sind.

Falsche Angaben

Während die Daten (zumindest zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels) auf radaris.de noch halbwegs zutreffen und meiner Person in irgendeiner, auch wenn teilweise sehr entfernten Form zuzuordnen sind, so haben die Inhalte auf (Bilder, Videos, Texte) auf vebidoo.de zum Großteil nichts mit meiner Person zu tun. vebidoo.de äußert sich bisher dazu nicht. ICh forderte sie dazu auf, das Publizieren jeglicher falscher Angaben zu meiner Person zu unterbinden.

Fazit

Meine persönliche Empfehlung: Nehmen sie diese Suchmaschinen nicht ernst, klicken sie nicht Auf die Dienste, wen sie in Suchmaschinen auftauchen und passen Sie bei der Google-Bildsuche auf, ob nicht ein solcher Dienst dahinter steckt. Nutzen Sie lieber direkt den Zugang zu sozialen Netzwerken wie XING, wo die Daten zumindest von den Benutzern selbst gepflegt und aktuell gehalten werden. Eine derart wüste Datenhortung und Publikation falscher Angaben zähle ich zu den Schattenseiten des Internets.

Liste derartiger Personensuchmaschinen


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Daten inzwischen gelöscht

Vor zwei Wochen schrieb ich den Geschäftsführer von Radaris direkt an. Ich wies ihn auf das Copyright und Urheberrecht hin und forderte noch einmal die Löschung der Daten. Alle von mir geforderten Angaben wurden gelöscht.


Siehe auch

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