Studiengang Elektrotechnik


Mein Studium der Elektrotechnik absolvierte ich an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Amberg-Weiden (damals Fachhochschule Amberg-Weiden) und erhielt den akademischen Grad "Dipl.-Ing. (FH)". Es war damals noch ein Diplomstudiengang.

Danach habe ich mich für einen Masterstudiengang entschieden und diesen nebenberuflich absolviert.

Hier noch ein paar Links zum Ingenieurberuf.


1. Die Inhalte meines Studiums der E-Technik


Grundstudium




Hauptstudium





2. Highlights des Studiums


Was mich am meisten während des Studium bewegt hat war die Lehre von Prof. Dr. Vogl im Fach "Digitale Signalverarbeitung". Das hatte nicht nur etwas mit Signalverarbeitung, sondern die Systemtheorie, die so wie er es vermittelt hatte, hat mir auch die Fähigkeit gegeben dynamische Vorgänge in der Physik mit einem erweiterten Methodenspektrum zu betrachten. Für diese Vorlesung und vor allem das dazugehörige Praktikum bin ich Prof. Dr. Vogl sehr dankbar.

Nicht weniger großartig war die Vorlesung und auch wieder das Praktikum in Mikrocomputer und auch Digitaltechik von Prof. Fr. Schindler. Auch hier ein didaktisches Konzept wie ein Schweizer Uhrwerk, bei dem umfangreiche Theorie einen Praxisbezug im Praktikum findet und damit an Bedeutung für den Studierenden gewinnt, was wiederum Interesse weckt.

Auch wenn ich jetzt die beiden besonders hervorhebe, haben die anderen Professoren ebenfalls sehr gute Arbeit geleistet, so dass ich letztendlich gegenüber meinem Uni-Kollegen keinen Nachteil in Theorie und schon gar nicht in der Praxis beim Berufseinstieg hatte.




3. Klassisches Elektrotechnik-Studium vs. Spezialisierung


Was ist besser?

Ein Studium der Elektrotechnik kann ich jedem technisch interessierten Menschen empfehlen. Ich tendiere jedoch ganz klar zu einer fundierten klassische Ingenieurausbildung im Bereich der Elektrotechnik und vertrete die Ansicht, dass man sich das spezielle medizinische und medizintechnische Fachwissen aneignen kann. Erfahrungen und Berichte aus meiner Umgebung haben gezeigt, dass eine typische E-Technik-Studium gegenüber Spezialisierungen eher Vorteile hat. Einige Kollegen hätten sich gewünscht, doch eher die klassische E-Technik studiert zu haben. Eine übermäßige Spezialisierung klingt zuerst logisch und sehr vielversprechend als Reaktion auf die immer komplexer werdenden Systeme, die Medizintechnikgrundlagen gehen jedoch je nach Stufengang auf Kosten anderer Fachkenntnisse. Die erforderliche Tiefe der Ingenieurausbildung im Schaltungstechnik, Digitaltechnik und in der derzeit mächtigsten Disziplin, der Microcomputertechik kommt zu kurz. Ein Empfehlungsschreiben des VDE aus dem Jahre 2007 bringt es auf den Punkt: VDE-Empfehlung zur Entwicklung von Ingenieurstudiengängen der Elektrotechnik und Informationstechnik. Nichtsdestotrotz muss ich auch gegenüberstellen, dass Grundlagen der Medizintechnik für einen Berufseinstieg in derselben Branche hilfreich sind. Außerdem sollte jeder Ingenieur frühzeitig auch schon privat anfangen, sich wirklich für Technik zu interessieren. Die weit verbreitete Vorstellung, dass ein Studium einem alle Fähigkeiten, geschweige denn die Praxiskenntnisse vermittelt ist irreführend.


4. Am besten schon früh anfangen


Fangen sie schon am besten vor dem Studium an. Ich richte diesen Text an Schüler und Eltern. Arduino und Rasberry Pi stellen mich zuversichtlich, dass es künftig auch die so genannten Bastler in der E-Technik geben wird. Bei der Einstellung von Studenten gehört es zu meiner Einstellungsgespräch über private Projekte zu sprechen. Jemand der schon vor dem Studium programmiert hat, Schaltungen entwickelt hat und mit Mikrocontrollern zu tun hatte, bringt eine Praxiserfahrung mit, die mit einem reinen Theoretiker nicht vergleichbar ist. Es ist zwar eine Ausnahme, aber es gibt junge Menschen, die schon mit 16 Jahren angefangen haben Schaltungen zu entwickeln und in mehreren Programmiersprachen zu programmieren. Das alles lernen sie spielerisch aus eigenem Antrieb bei der Umsetzung eigener Ideen. Diese Fähigkeiten erweisen sich später als große Hilfe im Studium um Zusammenhänge zu verstehen und Motivation für die vermittelten Inhalte mitzubringen.


5. Neben dem Studium arbeiten


Ein große Bereicherung für mich war für mich die Arbeit neben dem Studium. Ich habe bei mehreren Unternehmen gearbeitet 1,5 Jahre bei Siemens in Deutschland, ein halbes Jahr bei Siemens SCR in Princeton, ein halbes Jahr Praktikum in einer Softwarefirma in Weiden, bei einer Tochterfirma von Autodesk und einer kleinen Hardwareschmiede. Als ich dann mit dem Studium durch war, hatte ich das Gefühl, dass ich nun einfach nicht mehr studieren muss, sondern mich voll auf die Arbeit konzentrieren kann. Es war für mich keine Umstellung. In den Unternehmen fühlte ich mich teilweise nicht mehr als Student, sondern ich half mit. Aber das Wichtigste, was ich später erst erkannte, ich habe eine Menge gelernt, und zwar nicht nur Programmiersprachen, Softwaretechnik und Schaltungstechnik, sondern das Ganze drumherum. Ich hatte dann schon beim Berufseinstieg den Einblick in viele Arbeitsbereiche und -strukturen, und das Miteinander in einem Unternehmen. Diese Erfahrung wurde mir erst später bewusst. Deshalb mein Appell an werdende Ingenieure: Versuchen sie auf jeden Fall in einer Firma für einen Nebenjob (ca. 10 h / Woche) und für ein Pflichtpraktikum unterzukommen. In den Unternehmen lernen Sie das warum Sie etwas im Studium lernen und dann wird das Studium interessanter.





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